In Abhängigkeit von der Größe des Gebäudes, dem Anteil der eingesetzten elektrischen Anlagenteile (Sonnenschutz, Verdunkelung, Oberlichter, RWA-Anlage, usw.), der Notwendigkeit von Zentralfunktionen/Zeitschaltungen (Licht, Sonnenschutz usw.) sowie der Einbeziehung der Heizungssteuerung istder Einsatz eines einheitlichen BUS-Systems in Absprache mit dem Baurefe-rat-Hochbau 6 vorzusehen. Bei der Planung des BUS-Systems ist die Aufschaltung auf die im Gebäude vorzusehende Gebäudeleittechnik zu be-rücksichtigen. Im Vorfeld der Planung ist dabei eine Koordinierung der TGA-Gewerke zwingend erforderlich (Gesamtkoordination Elektroplaner).

Wird ein BUS-System vorgesehen, sind zusätzliche autarke Steuerungssyte-me z. B. Sonnenschutz nicht mehr zulässig.Ferner ist das BUS-System für Fernüberzugriff/ Parametrierung über ein Gate-way in das technische Netzwerk einzubinden.

Generell ist dem Einsatz eines herstellerunabhängigen Systems wie KNX der Vorzug zu geben. Bei gewerkeübergreifenden Lösungen, die komplexere Steuerungen nach sich ziehen, kann alternativ auch ein System der Fa. Wago zum Einsatz kommen.

Folgende Automatisierungslösung sollte angestrebt werden:
– Beim Amtsmeister wird ein Touchpanel vorgesehen, mit dem buttonbasiert Flurbereiche zentral auf Dauer geschaltet werden können. Ebenso werden dermanuelle Beleuchtungs-Zentralaus, die manuelle Zentralbedienung des Son-nenschutzes, die manuelle Bedienung der Außenbeleuchtung und die Anzeigevon Störmeldungen darüber realisiert.
– Die Sonnenschutzsteuerung inklusive Wind- und eventuell Regenwächter er-folgt über das Automatisierungssystem.
– Alle Fenstermotore (außer RWA) werden durch das Automatisierungssystem gesteuert.
– Alle Flurbereiche mit Präsenzmeldern und alle Sonderbereiche (Aula, Men-sa, Turnhallen, usw.) werden durch das Automatisierungssystem gesteuert.
– Alle Lehrerzimmer erhalten eine dimmbare Beleuchtung, die durch das Auto-matisierungssystem gesteuert wird.
– Alle Technikräume erhalten eine Beleuchtung, die durch das Automatisie-rungsystem gesteuert wird – ebenso alle Lagerräume, die nur schlecht mit Präsenzmeldern ausgestattet werden können. (z. B. Bibliothek mit hohen Regalen)
– Das Automatisierungssystem schaltet zu einer oder mehreren mit dem Nut-zer und Hochbau 6 abgestimmten Zeiten die Beleuchtung ab. Die Zeiten kön-nen auf dem Touchpanel vorgegeben werden.
– Die Schaltzeiten der Außenbeleuchtung können auf dem Touchpanel vorge-geben werden.

Ausgenommen sind folgende Bereiche:
* Räume mit Einzelraumlichtregelungen
* WC’s mit autarken Präsenzmeldern in Vollautomatik

Bei Erweiterungen/Teilsanierungen usw. ist vom Planer zu prüfen, welches Steuersystem bereits im Gebäude vorhanden ist.Dem Baureferat Hochbau 6 ist im Rahmen der Planung ein schriftliches Steuerungskonzept vorzulegen. Darin ist explizit zu berücksichtigen, dass vom Betreiber/Amtsmeister auch dievom jeweiligen Bussystem erhältlichen Status- und Störmeldungen (Meldun-gen aus DALI- und SMI-Linien, Meldungen von Netzteilen, Statusmeldungen, etc) ausgewertet werden. Vom Planer sind die Möglichkeiten schriftlich auf zu zeigen und vor der Ausschreibung genau abzustimmen.Nach Abschluss der Maßnahme ist dem Baureferat Hochbau 6 die komplette Softwaredokumentation einschließlich aller erforderlichen Dateien und Appli-kationen zu übergeben.Generell sollte die Möglichkeit bestehen, die komplette Software zu löschen und dann neu aus der Dokumentation einzuspielen. Das Baureferat behält sich vor, bei der Abnahme der Anlage so zu verfahren.