Unter Zugrundelegung der zu erwartenden Anschlussleistung (mit Berücksichtigung realistischer Gleichzeitigkeitsfaktoren) sind vor Baubeginn mit dem örtlichen Energieversorger (EVU) die Versorgungskriterien zu klären. Grundlage hierfür ist die Erstellung einer konkreten Leistungsbilanz gemäß Leistungsheft. Aufgrund der Anwendungsregel VDE-AR-N 4100 : 2019-04 darf der Spannungsfall im Hauptstromversorgungssystem einen Wert von 0,5% der Nennspannung nicht überschreiten.

Die Versorgung aus dem Niederspannungsnetz der Energieversorger erfolgt über den Hausanschluss im dafür vorgesehenen, separaten Anschlussraum (NSHV-Raum).Für die Liegenschaft erforderliche Trafostationen sind so anzuordnen, dass sie nicht in unmittelbarer Nähe von Wohn- bzw. Unterrichtsräumen gelegen sind (Berücksichtigung der elektromagnetische Verträglichkeit und des Elektromagnetische-Verträglichkeit-Gesetz, EMVG).Die Anschlussleistung und das/die Zuleitungskabel sind so auszulegen, dass auch für zukünftige Erhöhungen des Gesamtleistungsbedarfs eine Reserve von mindestens 15% vorhanden ist. Neuanlagen, Änderungen sowie Abmeldungen von Stromverträgen sind mittels Wollmux-Formblatt „Mitteilung an den örtlichen Energieversorger“ dem Bauherren oder dem Fachplaner Elektrotechnik mitzuteilen.