Es ist eine sternförmig verdrahtete Sprechanlage für das gesamte Objekt zu planen. Die Zentraleinheit der Sprechanlage wird im Technikraum in einem separaten 19“-Schrank untergebracht. Die Anlage ist komplett von einem Systemhersteller zu liefern, zusammengesetzte Lösungen aus unterschiedlichen Herstellern sind nicht zugelassen. Die Sprechanlage beinhaltet folgende Funktionalitäten:
– Türsprechanlage mit Kameramodul und Türöffnerfunktion
– Gegensprechfunktion
– Notfall- und Gefahrenreaktionssystem

Türsprechanlage:
Es ist eine Türsprechanlage (mit Kameramodul und Türöffnerfunktion) vom Haupteingang bzw. von eventuellen Nebeneingängen und Tiefgarageneinfahrten zu folgenden Räumen zu installieren:
– Haupteingang zu Sekretariat
– Haupteingang zu Büro für ganztägige Betreuung (Leitung)
– Haupteingang zu Räume für ganztägige Betreuung
– Haupteingang zu Dienstzimmer technische Hausverwaltung
– Nebeneingang zu Wohnung technische Hausverwaltung
– Nebeneingang zu Büro Küche (zusätzliches Läutwerk in der Küche)
An den Eingängen sind vandalismusgeschützte Außensprechstellen in robuster Bauweise in Edelstahl vorzusehen. Außensprechstellen mit Kameramodul (in Farbe,Format M-JPEG, Auflösung bis zu 640×480 Pixel) und Ansteuerung der Türöffner. Jeder Raum erhält eine eigene Ruftaste. Die Klingeltaster müssen hinterleuchtet sein. Für den Türöffner an der Haupteingangstür (Ruhestromtüröffner) ist eine Freigabesteuerung wie folgt zu installieren:
– manuelle Freigabe über Sprechstellen Sekretariat, Büro für ganztägige Betreuung und Büro technische Hausverwaltung
– automatische Freigabe angesteuert über Schaltuhr.
Die Lage der Torsprechstellen ist mit dem Nutzer und dem Hochbauamt abzustimmen.

Gegensprechanlage:
Die Gegensprechanlage ermöglicht die interne Kommunikation z.B. von den Klassenzimmern zum Sekretariat sowie das interne Gegensprechen in den Räumen der ganztägigen Betreuung.
Sprechstellen in Räumen für ganztägige Betreuung:
Sprechstelle in Edelstahl mit Zehnertastatur zur Anwahl aller Innensprechstellen und Taste zur Ansteuerung des Türöffners, mit abgedeckter Taste für Notfallalarm (Rufziel frei programmierbar), mit optischer Anrufsignalisierung mittels LED-Anzeige. Die Sprechstellen werden im Regelfall in die „Mediensäule Typ München“ integriert oder im Aufbaugehäuse daneben montiert.
Sprechstellen in Klassenzimmern:
Sprechstelle in Edelstahl mit 2 Ruftasten (frei programmierbar), mit abgedeckter Taste für Notfallalarm (Rufziel frei programmierbar), mit optischer Anrufsignalisierung mittels LED-Anzeige. Die Sprechstellen werden im Regelfall in die Mediensäule integriert oder im Aufbaugehäuse daneben montiert.
Sonstige Sprechstellen:
Sekretariat/technische Hausverwaltung/Küche-Personalbüro/Büro für ganztägige Betreuung, Sprechstelle mit Zehnertastatur zur Anwahl aller Innensprechstellen und Taste zur Ansteuerung des Türöffners, Entgegennahme der Notrufe. Das Sekretariat, das Büro für ganztägige Betreuung und der technische Hausverwalter erhalten Tischapparate. Die Gegensprechstellen im Sekretariat, im Büro für ganztägige Betreuung, in den Räumen der ganztägigen Betreuung, im Büro Küche und im Dienstzimmer der technischen Hausverwaltung erhalten zudem ein integriertes oder modulares Displaymodul (Farb-TFT-Modul mit ca. 3,5“-Diagonale, Format M-JPEG, Auflösung 320×240 Pixel). Eine Videospeicherung wird nicht gefordert.

Notfall- und Gefahrenreaktionssystem:
Es ist kein Notfall- und Gefahrenreaktionssystem nach der Vornorm VDE V 0827 auszuführen. Die Anlagenkomponenten der Sprechanlage sind jedoch mit allen technischen Erfordernissen ausgestattet um eine Notfallrufanlage nach DIN V 0827 zu errichten. Nachstehende wesentliche Leistungsmerkmale sind zu erfüllen:
– Notfallruf, Auslösung über einen getrennten abgedeckten Taster. Interne Weiterleitung des Notfallrufes frei programmiert an Sekretariat, technische Hausverwaltung und/oder Leitung ganztägige Betreuung. (Optionale externe Weiterleitung des Rufesan einen Sicherheitsdienst)
– „Reinhören“ in den alarmauslösenden Raum durch ein NGRS-Endgerät (NGRS = Notfall- und Gefahrenreaktionssystem) vom Sekretariat bzw. von einem externen Sicherheitsdienst aus.
– Klare Sprachwiedergabe durch hohe Lautstärke, Lautstärkenanpassung an die Umgebung sowie durch Hintergrundgeräuschunterdrückung.

Allgemeines:
Es ist sicher zu stellen, dass die Gegensprechzentrale nicht von den Gegensprechstellen aus (zum Beispiel mit Tastenkombinationen) umprogrammiert werden kann. Bei der Auswahl von Türöffnern ist zu beachten, dass Türen mit Arbeitsstromtüröffnern bei Stromausfall nicht geöffnet werden können. Es ist genau zu untersuchen, welcher Türöffnertyp (Arbeits- oder Ruhestromprinzip) in Verbindung mit der jeweili-gen Türnutzung zum Einsatz kommen kann. Eine Abstimmung zur Schließanlage des Architekten ist hierzu zwingend erforderlich. Die Möglichkeit einer Rufweiterleitung auf ein Mobiltelefon (DECT oder GSM) muss gegeben sein, die Anforderung bzw. Freigabe erfolgt durch RBS-ZIM. Die organisationstechnische Aufteilung der Sprechanlagen im Gebäude ist mit dem Hochbauamt abzustimmen.