Installation Sonstiges

Die anerkannten Regeln der Technik (z.B. die Leitungsanlagenrichtlinie) und der handwerklichen Kunst sind einzuhalten. Es ist die sogenannte „dosenlose“ Installationstechnik anzuwenden. Alle Klemmungen sind in Schalterabzweigdosen oder in größeren Rangierverteilern vorzunehmen. Alle Klemmstellen müssen problemlos zugänglich sein. In den Verteilungen sind alle ankommenden und abgehenden Leitungen mit an Ka-belbindern befestigten Kabelbezeichnungsschildern zu kennzeichnen. Der zu verlegende Mindestquerschnitt für Verteilungszuleitungen beträgt 16 mm2 Cu. Hohlraumböden mit einer lichten Höhe von <20cm können in Absprache mit dem zugehörigen Hochbauamt in besonderen Versorgungssituationen vorgesehen werden. Die Elektroinstallation ist größtenteils als Unterputz- bzw. Unterflur-Installation, nur in wenigen Ausnahmefällen, wie Technik-, Keller-, Dachräume usw. als Aufputz-Installation auszuführen. Imputz-Leitungen sind nicht zulässig! Mantelleitungen ohne Schutzrohr im Beton sind nicht zulässig! Licht- und Steckdosenstromkreise sind grundsätzlich zu trennen und jeweils mit 16A-Automaten zu schützen. Bei gehäufter Verlegung in Kanälen ist der entsprechend den VDE-Vorschriften zugelassene, reduzierte Absicherungswert zu verwenden. Es ist ein einheitliches Schalter- und Steckdosenprogramm einzusetzen. Soweit nichts anderes gefordert ist ein Standardprogramm zu verwenden. Die Gerätefarbe ist mit dem Auftraggeber abzustimmen. Der Einsatz von Schaltern, deren Austausch Eingriffe in Software erfordert, muss durch das Hochbauamt frei gegeben werden. Montage über fertigem Fußboden für- Schalter: 1,05 m- Steckdosen 0,30 m. Die Anzahl und die Platzierung der Schalter, Steckdosen und Anschlüsse sind nach Einrichtungsplan, Nutzerangaben und DIN 18015 auszuführen. Ferner sind die in DIN 18015-3 beschriebenen Installationszonen zu berücksichtigen. Lichtschalter und Putzsteckdosen sind direkt neben der Zugangstüre anzubringen. Der Einbau von Installationsgeräten in Einbauschränken ist zu vermeiden. Auf den Einsatz eines Überspannungsfeinschutzes wird generell verzichtet; Ausnahmen bilden die in der Planungsrichtlinie von it@M spezifizierten EDV-Einrichtungen.Die Ausstattung und die Bestückung der einzelnen Räume und Verkehrszonen werden nachfolgend beschrieben. Für Steckdosenkreise kommt generell zum Schutz bei indirektem Berühren die Fehlerstromschutzschaltung nach VDE 0100-410 mit FI-Schutzschaltern mit einem Bemessungsfehlerstrom von höchstens 0,03 A zur Anwendung. In diesem Zusammenhang sind die Hinweise für Planung und Bau von Elektroanlagen in öffentlichen Gebäuden des AMEV zu beachten. Beim Einsatz von vierpoligen RCD’s sind jedem RCD nicht mehr als neun Stromkreise zuzuordnen. Generell sind Schuko-Steckdosen mit integriertem erhöhtem Berührungsschutz einzusetzen. Die Putzsteckdosen in den Verkehrsflächen (Abstand ca. 15m) sind mechanisch besonders stabil (bruchsicher) auszuführen und zusätzlich an der Wand zu befestigen (Fabrikat Merten Panzer oder gleichwertig). Bei Verlegung von Leitungen mit Funktionserhalt E30/60/90 sind die zugehörigen Zulassungen zwingend einzuhalten. Die erforderlichen Unterlagen sind vor Beginn der Installation von der ausführenden Firma einzufordern und in ausreichendem Umfang zu kontrollieren. Die korrekte Ausführung ist während des Einbaus vom Bauleiter zu kontrollieren und entsprechend zu dokumentieren. Für Türen, Sonnenschutz, Fenster usw. sind definierte Übergabepunkte in Form von Klemmdosen vorzusehen, in denen der Übergang von starrer auf flexible Verkabe-lung erfolgen kann. Die Empfehlung Nr. 133 des AMEV zum Einsatz von Brandschutzschaltern bzw. Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtungen (AFDDs) ist bei der Planung zu berücksichtigen.Unterflurinstallationen mit Bodentanks sind aufgrund der Reinigungsproblematik (Nässeschäden und Hygiene) sowie der häufigen mechanischen Beschädigungen möglichst zu vermeiden. Alternativ können kleine Standsäulen zum Einsatz kommen.