Netzsysteme

Die DIN VDE 0100 Errichten von Niederspannungsanlagen beschreibt die unterschiedlichen Netzformen, die im Folgenden als Netzsysteme bezeichnet werden. Netzsysteme werden unter drei Gesichtspunkten beschrieben:

Leistungsbedarf und Anschlusswerte

Unter dem Anschlusswert versteht man die Addition aller Leistungen (in kW) der anzuschließenden Elektrogeräte und -anlagen. Der Leistungsbedarf einer Verbraucheranlage, z.B. einer Wohnung, ist die Summe der gleichzeitig in Anspruch genommenen elektrischen Leistung. Um die Elektroinstallation planen zu können, muss die elektrische Leistung aller in der Wohnung vorhandenen Geräte und Installationen bekannt sein. Die Anzahl der Räume einer Wohnung ist kein geeigneter Maßstab.

Installationsumfang und Ausstattungswerte

Die Güte und Gebrauchstauglichkeit einer elektrischen Anlage wird durch den Ausstattungswert bestimmt, der in DIN 18015-2 Elektrische Anlagen in Wohngebäuden, Art und Umfang der Mindestausstattung festgelegt ist. Zusätzlich hat die Fachgemeinschaft für effiziente...

Woher kommt der Strom?

In Deutschland gibt es so viele Energieversorger, wie in keinem anderen Land Europas. Weit über 1.000 Unternehmen kümmern sich allein um die Elektrizitätsversorgung. Neben einer Reihe großer Unternehmen existiert eine Vielzahl kleiner und mittlerer Energieversorger, die sich in ihrer Mehrheit in kommunaler Hand befinden (Stadtwerke) und etwa zwei Drittel der Unternehmen ausmachen. Nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) verteilen sich diese Unternehmen im Wesentlichen auf folgende Bereiche (Stand: Sommer 2010):

Komfortfunktionen bei der Elektroinstallation

Zeitgemäße Elektroinstallation ist schon heute ohne Bussysteme nicht mehr denkbar. Sie ist die Grundlage für die Automatisierung aller Funktionen. Allerdings ist der Hauptanteil der Wohngebäude in Deutschland heute noch mit konventioneller Installation ausgestattet. Doch auch ohne Bussysteme gibt es eine Reihe von Automatisierungslösungen für Gebäude, die im Rahmen der konventionellen Elektroinstallation schon seit Jahren eingesetzt werden. Allen gemeinsam ist, dass sie mehr oder weniger Insellösungen darstellen. Sie wirken meist nicht direkt zusammen und ihr Zusammenwirken wird noch immer vom Menschen gesteuert.

Stromerzeugung am und im Gebäude

Elektrische Energie wird im Allgemeinen in Kraftwerken unterschiedlicher Art erzeugt (z.B. Kohle- und Kernkraftwerke, Wasser- und Windkraftanlagen u.v.m.) und über mehrere Zwischenstationen (Umspannwerke) von den Energieversorgern bzw. Stadtwerken meist über Erdkabel, gelegentlich noch über Freileitungen, frei Haus geliefert. Das ist die „klassische“, auch heute noch mit Abstand am weitesten verbreitete Methode der Elektroenergieversorgung

Klassische Elektroinstallation u. Installationsbus

Die Elektroinstallation in Gebäuden gleich welcher Art umfasst heutzutage ungleich mehr als nur Strom und Licht. Noch immer stellen sich nicht wenige Bauherren und auch Architekten unter Elektroinstallation im Wesentlichen Steckdosen, Schalter und Leuchten, Sicherungskasten und Hausanschluss vor. Dies alles gehört nach wie vor dazu, darüber hinaus aber noch viel mehr.