Unterverteilungen

Es sind bauartgeprüfte Schaltgerätekombinationen gemäß DIN EN 61439-1 (VDE 0660-600-1): Allgemeine Festlegungen für Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen und DIN EN 61439-2 (VDE 06660-600-2): Energieschaltgerätekombinationen (PSC) zu verwenden. Pro Stockwerk ist eine ausreichende Anzahl von Elektroverteilungen, möglichst zentral im Lastschwerpunkt, mit abschließbarer Tür (EW-Schließzylinder oder Objektschließanlage) und ca. 20% Reserveabgängen vorzusehen. Abhängig von der Anlagengröße ist jeder Starkstromverteilung ein Fernmeldefeld mit Montageplatte und den erforderlichen Anschlussleisten (System LSA-PLUS) zuzuordnen. Jeder Raum erhält getrennte Licht- und Steckdosenstromkreise. Die Anzahl der Stromkreise ist entsprechend der vorgesehenen Nutzung auszulegen und mittels Berechnung nachzuweisen. Auf einen ausreichenden Klemmraum ist besonders zu achten! Bei der Auslegung der Verteilung ist die Verlustleistung zu berücksichtigen. Bei Montage von Verteilungen in Fluren muss die gewählte Ausführung den aktuellen Brandschutzbestimmungen entsprechen. Die Montage von Verteilungen in Treppenräumen ist nicht zulässig. Generell ist die Montage von Verteilungen in speziellen Elektro- oder in geeigneten Nebenräumen (die Zugänglichkeit der Anlagen ist zu gewährleisten) zu favorisieren. Es ist die dem Aufstellort entsprechende Schutzart zu wählen. Die korrekte Ausführung der Schutzart ist bei der Abnahme zu kontrollieren und zu dokumentieren. Die Unterverteilungen sind je nach Lage und Bedarf als Stand- bzw. Auf- oder Unterputz-Verteilungen auszuführen. An der Innenseite der Türe ist eine stabile ge-schraubte Einschubhalterung (Plantasche) zur Aufnahme von Plänen im Format DIN A 4 anzubringen. Gemäß DIN EN 61439 ist jede Schaltgerätekombination mit einem Typenschild zu versehen. Darin sind der Name des Herstellers, das Herstellungsdatum, die Typen-bezeichnung, die Schutzart sowie die CE-Kennzeichnung aufzuführen. Zu- und abgehende Leitungen sind dauerhaft und gut lesbar zu beschriften. Unterverteilungen sind generell mit einem auf das Blitzschutzzonenkonzept abgestimmten inneren Blitz- und Überspannungsschutz (Blitzstromableiter Typ 2) auszustatten. Alle Überspannungsschutzgeräte sind mit einem Fernmeldekontakt auf das gebäudeeigene Störmeldesystem (GLT) aufzuschalten.

Standverteilungen

Es sind bauartgeprüfte Schaltgerätekombinationen gemäß DIN EN 61439-1 (VDE 0660-600-1): Allgemeine Festlegungen für Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen und DIN EN 61439-2 (VDE 06660-600-2): Energieschaltgerätekombinationen(PSC) zu verwenden. Standverteilungen sind aus verzinkten Stahlblechen, außen widerstandsfähig lackiert (z.B. in Farbe RAL 7032 bzw. nach Absprache) herzustellen. Bei der Auslegung der Verteilungen ist die Verlustleistung zu berücksichtigen. Alle Geräte sind so einzubauen, dass sie ohne Schwierigkeiten von vorne ausge-wechselt werden können. Sofern sich die Verteilungen nicht in abgeschlossenen Betriebsräumen befinden, sind SWM-Zylinderschlösser einzubauen. Bei Verteilungen mit oben liegenden Zu- und Ableitungen ist das Deckblech an der Wandseite (15 cm tief) über die ganze Verteilungsbreite mit abnehmbaren, abgekanteten Deckeln für die Leitungseinführung auszubilden. Alle Leitungen sind entsprechend den Umgebungsbedingungen mittels Tüllen oder Verschraubungen einzuführen. Die Schutzart und die Schutzklasse des Schrankes sind entsprechend den jeweiligen örtlichen Anforderungen auszuwählen. Gemäß DIN EN 61439 ist jede Schaltgerätekombination mit einem Typenschild zu versehen. Darin sind der Name des Herstellers, das Herstellungsdatum, die Typenbezeichnung, die Schutzart sowie die CE-Kennzeichnung aufzuführen.

Auf- und Unterputzverteilungen

Die Gehäuse von Unterputz- und Aufputzverteilungen müssen verwindungsfrei aus Stahlblech gefertigt und allseitig geschlossen sein. Unterputzverteilungen erhalten einen Putzausgleichsrahmen, der wenigstens 30 mm über den Mauereinputzkasten auf jeder Seite übersteht und einen Ausgleich in der Höhe um 30 mm ermöglicht. Sofern sich die Verteilungen nicht in abgeschlossenen Betriebsräumen befinden, sind SWM-Zylinderschlösser einzubauen. Die Schutzart und die Schutzklasse des Schrankes sind entsprechend den jeweiligen örtlichen Anforderungen auszuwählen. Gemäß DIN EN 61439 ist jede Schaltgerätekombination mit einem Typenschild zu versehen. Darin sind der Name des Herstellers, das Herstellungsdatum, die Typenbezeichnung, die Schutzart sowie die CE-Kennzeichnung aufzuführen.

Verteilungseinbauten

Die Anordnung und Gruppierung der Sicherungs- und Schaltorgane muss übersichtlich und funktionell richtig erfolgen. Für verschiedene Zuleitungen sind die Apparategruppen sichtbar voneinander getrennt anzuordnen und soweit vorgeschrieben durch Trennwände zu unterteilen. Nebeneinander liegende Schaltgeräte an gleichem Außenleiter bzw. Zuleitung sind über Sammelschienen anzuschließen. Die Klemmräume sind ausreichend zu bemessen. Jeder Stromkreis ist auf dem Bezeichnungsschild der Frontplatte, unter der Frontplatte auf dem Gerät (z.B. Sicherungssockel), den Außenleiterklemmen, der Schutzleiter- und der Neutralleiterklemme gleichartig und dauerhaft zu bezeichnen. Gravierte Bezeichnungsschilder der Frontplatte müssen aus Zweischichtresopal bestehen (Gruppenschilder 60 x 25 mm, Stromkreisschilder 35 x 15 mm, bei Automaten 15 mm Höhe und Länge nach Gesamteinbaubreite). Alternativ sind dauerhaft befestigte Klebebuchstaben/-ziffern zulässig. Die Beschriftung ist erst nach Fertigstellung der Elektroinstallation vorzunehmen. Die Nummerierung der Stromkreise muss fortlaufend sein. Die Klemmen für Schutz- und Neutralleiter müssen bei allen Stromkreisen neben den Außenleiterklemmen liegen. Für die Schutzleiter sind Schalttafel-Reihenklemmen, für die Neutralleiter Trennklemmen zu verwenden. Übereinanderliegende Klemmreihen sind in der Tiefe so zu versetzen, dass ein einwandfreier Anschluss ohne Überkreuzungen möglich ist. Für alle ankommenden und abgehenden Leitungen sind Steckklemmen und Zugentlastungen ausreichender Anzahl und Größe einzubauen. Soweit technisch sinnvoll sollen zur Platzeinsparung Dreistockklemmenverwendet werden. Schraubklemmen sind nicht zugelassen! Die Verlustleistung ist bei der Auslegung und Anordnung der Einbaugeräte zu berücksichtigen.

Sonderverteilungen

Für jeden Fachlehr- und Übungssaal, gegebenenfalls Werkraum und jede Küche ist eine Sonderverteilung mit folgenden Einbauten vorzusehen: Hauptschalter mindestens 63 AFI-Schaltermin. 30 mA / max. 300mA bei Großgeräten evtl. Hauptschütz (für Abschalteinrichtung, siehe hierzu Punkt 8.1.12) evtl. Hilfsschütze (Steuerung: Gas, Wasser, Elektro )Sicherungsautomaten Steuersicherungen ggf. Buskomponenten. Die Versorgung der vorgenannten Verteilung erfolgt aus der nächstgelegenen Geschoss-Unterverteilung.Bei Standard-Fachlehrsälen (Physik, Chemie, Biologie) erfolgt die Lieferung der Verteilung in der Regel durch das zugehörige Hochbauamt. Die dadurch entstehenden Schnittstellen sind im Detail abzustimmen. Die standardmäßig zum Einsatz kommende „Mediensäule“ besitzt ein integriertes Verteilerfeld, in dem eine Sonderverteilung je Klassenzimmer untergebracht werden kann.