Alle Verteilerschränke werden durch eine eigene Schließung (beim WAN-Übergabeschrank) oder der LHM-S (bei Server, HVT und EVT) abgesichert. Dafür sind die Schlösser in den Türen für DIN-Profilhalbzylinder gemäß DIN 18252 auszulegen. Dachbleche und Seitenwände der Verteilerschränke dürfen sich nur von innen demontieren lassen. Werden mehrere Verteilerschränke angereiht so sind die Innenseiten offen zu halten (keine Seitenwand), damit Patchungen über alle Verteiler des HVT möglich sind, der WAN-Übergabe- und Serverschrank sind davon ausgenommen.
Die Verteilerschränke sind mit folgender Grundfläche auszuführen:

Verteilerschrank-
Typ
Grundfläche
(B*T)
Höheneinheit
(HE)
Server 800 mm * 1200 mm mindestens 42
Hauptverteiler 800 mm * 1000 mm mindestens 42
Etagenverteiler 800 mm * 800 mm mindestens 42
WAN-Übergabeschrank 600 mm * 500 mm mindestens 12

Die Höheneinheiten (HE) werden von oben nach unten mit 1 beginnend durchnum-meriert. Im Anhang sind Aufbauzeichnungen der einzelnen Verteiler aufgeführt. Der allgemeine Schrankaufbau muss wie folgt geplant werden:
– LWL Komponenten: Patchpanels für Single- und Multimode
– aktive Komponenten: Router, Switch, TK-Anlage
– Tertiärverkabelung: Patchpanels für Kategorie 6A
– Kupferverkabelung LSA+-Technik: Patchpanel Kategorie 3
– Carrieranbindung Kupfer: Patchpanel Kategorie 3

Unterhalb der einzelnen Patchpanels und Geräte sind Querrangierpanels vorzusehen. Für senkrechte Rangierungen sind auf jeder Seite fünf Rangierhaken vorzusehen. Unter Berücksichtigung aller Einbauten (inkl. aktiver Technik) ist für spätere Erweiterungen eine Platzreserve von 30% einzuplanen. Jeder einzelne Verteilerschrank ist mit mindestens zwei 16 A Stromkreisen (getrennte Absicherung, unterschiedliche Außenleiter) zu versorgen. Jede Absicherung ist in der Verteilung mit einem eigenen FI-Schutzschalter (Bemessungsfehlerstrom 30 mA) abzusichern. Weiterhin sind alle Datenverteiler in den sternförmig angelegten Potentialausgleich mit einzubeziehen.